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Onkologisches Zentrum

Das Krankenhaus Barmherzigen Brüder Regensburg ist mit seinen beiden Standorten Prüfeninger Strasse und Klinik St. Hedwig das größte südostbayerische Krankenhaus und das größte Ordenskrankenhaus Deutschlands. Im Bereich der onkologischen Versorgung sind die wesentlichen Landmarken:

1979: Inbetriebnahme der Abteilung für Strahlentherapie mit Telekobalt, Afterloading und Computertomographie

1989: Erweiterung der Abteilung Strahlentherapie um einen Linearbeschleuniger

1999: Ersatz des Kobaltgerätes durch einen 2. Linearbeschleuniger mit Multileaf-Kollimator

2000: Beginn mit intensitätsmodulierter Strahlentherapie

2005: Bestrahlungsplanungs-CT 20-zeilig mit überdimensionierter Gantry-Öffnung

2005: Umstieg auf hoch-moderne Bestrahlungsplanungssoftware (Pinnacle).

Seit 1983 ist das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder öffentlich geförderter onkologischer Schwerpunkt. Seit der Gründung des Tumorzentrums Regensburg 1992 ist das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Mitglied des Tumorzentrums neben den übrigen Kliniken und den niedergelassenen Ärzten.

Die Chefärzte Prof. Braess u. Dr. Allgäuer sind Vorstandsmitglieder des Tumorzentrums Regensburg e.V.

Interdisziplinäre Therapieangebote:

Mit den benachbarten Kliniken für Kinderheilkunde, Kinderchirurgie und Gynäkologie bestehen regelmäßige interdisziplinäre Kooperationen. Mehrfach wöchentliche Tumorkonferenzen interdisziplinär im Haus, insbesondere mit der Abteilung für Hämatoonkologie, Neurologie, Neurochirurgie, Thorax- und Abdominalchirurgie sowie Unfall- und Wiederherstellungschirurgie werden abgehalten, in denen alle Tumorfälle gemeinsam besprochen werden.

Die Abteilung ist zertifiziertes Mitglied des Brustzentrums Regensburg und des Mammazentrums Ostbayern (Deggendorf).

Hausintern und am Tumorzentrum werden regelmäßige Tumorkonferenzen veranstaltet, die jedem Patienten die optimale Abstimmung seiner Behandlung ermöglichen. Enge Verflechtungen bestehen insbesondere mit der Abteilung für Hämatologie u. Onkologie am Haus sowie mit niedergelassenen onkologischen Kollegen, so daß die Durchführung von Kombinationstherapien medizinischer Standard ist.

Qualitätssicherung:

Qualitätssichernde Maßnahmen haben seit jeher Tradition in der Medizin und sind ein selbständiger Teil der ärztlichen Berufsausübung. Die Qualitätssicherung der Strahlenanwendung wird gerätemäßig von der Abteilung für Medizinische Physik übernommen. Ein Tumorregister wird am Tumorzentrum Regensburg e.V. geführt, über das Krankheitsverläufe beobachtet u. statistisch ausgewertet werden können. Im Rahmen der Zertifizierung der Brustzentren erfolgen regelmäßige Audits, ferner durch die ärztliche Stelle der Landesärztekammer. 

Fortbildungsveranstaltungen:

Zahlreiche Fortbildungsveranstaltungen werden vom Krankenhaus auch in Zusammenarbeit mit der Uniklinik und dem Tumorzentrum angeboten, um eine effiziente flächendeckende Versorgung zu gewährleisten.

Verzahnung stationäre u. ambulante Therapie:

Die enge Verzahnung von ambulanter u. stationärer Behandlung ist wesentliches Merkmal einer effizienten, ökonomischen u. patientzentrierten Behandlung. Kassenärztliche Ermächtigungen von Chefärzten tragen zur Versorgung der ambulanten Patienten bei, insbesondere was die Durchführung von spezialisierten Behandlungen wie Strahlentherapie oder Chemotherapien anbelangt. Ebenso ist die Versorgung durch die Schmerzambulanz gewährleistet.

Zudem erfolgt auch eine enge Kooperation mit niedergelassenen Onkologen. Soziale Hilfestellung ermöglichten der hauseigene Sozialdienst sowie der Beratungsdienst der Bayerischen Krebsgesellschaft e.V.

Hospizgedanke:

Sterbende werden in unserem Haus nicht ausgegrenzt. Zusätzliche Unterstützung finden unsere Patienten auf der Palliativ-Station im Haus.

Im ambulanten Sektor besteht eine Kooperation mit dem
Hospiz-Verein Regensburg e.V., so dass Patienten, die zur Entlassung anstehen, durch den Hospiz-Verein weiterhin auch zu Hause betreut werden.

Telemedizinische Versorgung:

In unserem sehr weiten Einzugsgebiet, insbesondere bis in grenznahen Raum besteht ein Defizit von etlichen Spezialisten, so daß mitunter Patienten mit Krankenunterlagen häufig an zentrale Krankenhäuser transportiert werden müssen. Der Ausbau einer videokonferenzfähigen Infrastruktur zwischen den Krankenhäusern ermöglicht ein geeignetes virtuelles Ärztekonsil, was schon heute in etlichen Bereichen ermöglicht ist.

Voraussetzung hierfür ist insbesondere die Übertragung von bildgebenden Verfahren (Röntgendiagnostik, CT-Diagnostik, Kernspintomographie), wobei die Anwendung an unserem Krankenhaus durch die Digitalisierung der Röntgen-Einheiten und das damit geschaffene filmlose Krankenhaus bereits geschaffen sind. Die Verbindungen zu benachbarten Krankenhäusern existieren bereits.