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Medizinische Physik

Dosisrechnung und Dosimetrie

Dosimetrie als Basis der Strahlenbehandlung

  • Absolutdosimetrie für die Berechnung der Bestrahlungszeiten
  • Relativdosimetrie für die Berechnung von Dosisverteilungen und Bestrahlungsplänen
     
  1. Dosisdefinition für die Strahlentherapie:
    Energiedosis = Dichte der absorbierten Energie
    Dosiseinheit: 1 Gray = 1Gy
    Typische Gesamtdosis bei Strahlentherapie: 30 - 70 Gy
    Typische Tagesdosis bei Strahlentherapie : 2 Gy
     
  2. Dosismessung
     
    Strahlungsdetektoren:
    - Ionisationskammern
    - Thermolumineszenzdosimeter
     
    Phantommaterialien:
    - Wasser
    - gewebeähnliche Kunststoffe
    - menschenähnliche Phantome (Alderson-Phantom)
     
  3. Relativdosimetrie
    Beispiel: Tiefendosisverteilung

     
     
  4. Absolutdosimetrie:
    Mit einer kalibrierten Ionisationsmeßkammer wird im Zentralstrahl des betreffenden Bestrahlungsgerätes die Absolutdosis in Abhängigkeit von der Vorwahl der Bestrahlungszeit (oder dem Monitorwert) gemessen. Die Grundlage der Kalibrierung von Meßkammern ist in Deutschland die sogenannte Kalorimetrie, die von der Physikalisch Technischen Bundesanstalt in Braunschweig durchgeführt wird. Dabei wird die Erwärmung von Wasser in Folge von Bestrahlung gemessen (Temperaturerhöhung = 0,24 mK bei 1 Gy Energiedosis), und so die dem Wasser zugeführte Energiedichte bestimmt.