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Folgeerkrankungen

Betroffene Patientinnen und Patienten leiden schwer unter ihrer Erkrankung bei gleichzeitig schlechter Lebensqualität. Das Körpergewicht hat eine verringerte körperliche Leistungsfähigkeit, Gelenkprobleme, Rückenschmerzen, Atemnot, hormonelle Störungen sowie Potenz- und Libidoprobleme zur Folge. Adipositas steigert ganz erheblich das Risiko für Typ 2-Diabetes, Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall, Darmkrebs, Arthrose, Schlafapnoe, Sterilität und Fehlgeburten. Zudem haben adipöse Menschen häufig weniger Sozialkontakte und nehmen weniger am öffentlichen Leben teil. Damit gehen psychische Probleme einher.

In der Gesamtbetrachtung verkürzt Adipositas das Leben und führt zu vorzeitigem Tod! Es wurde statistisch gesichert, dass sich die Lebenserwartung bei morbider Adipositas um 20 Jahre verkürzt.1)

Damit gilt die Adipositas nach dem Rauchen als zweitwichtigste vermeidbare Todesursache.

Mit der richtigen Behandlung und einer dauerhaften Gewichtsreduktion kann ein adipöser Mensch sein persönliches Risiko für alle Folgeerkrankungen deutlich senken. Damit ist nicht nur eine wirksame Prävention des Typ 2-Diabetes möglich, es können auch bereits bestehende Stoffwechselstörungen gebessert werden. Ein Typ 2-Diabetes kann sich sogar völlig zurückbilden, wenn dieser nicht länger als 15 Jahre bestanden hat.

1) Quelle: Fontaine et al.: Fontaine KR, Redden DT, Wang C, Westfall AO, Allison DB. Years of life lost due to obesity. JAMA 2003; 289: 187-193.