Sie sind hier: Kinderchirurgie und Kinderorthopädie/Leistungsspektrum/Hautveränderungen/

Hautveränderungen

Angeborene und erworbene Hautveränderungen und Geschwülste der Weichteile sind häufige Erscheinungen im Kindes- und Jugendalter. Nur selten ist hier eine chirurgische Operation nötig.

An dieser Stelle wird nur auf diejenigen Hautveränderungen eingegangen, bei denen Eltern und Ärzte eine chirurgische Therapie gelegentlich in Betracht ziehen. Nach Entfernung des betroffenen Gewebes wird dieses immer unter dem Mikroskop untersucht (Histologie).

Wir behandeln insbesondere

  • Blutschwämme
  • Muttermale
  • Feuermale
  • Warzen, Grützbeutel und Dermoidzysten

Individuelle Therapie und fachübergreifende Kooperation

Wir bieten das gesamte Behandlungsspektrum für Hautveränderungen an. Die Diagnostik und Behandlung erfolgt fachübergreifend in unserer allgemeinen Sprechstunde. Dabei legen wir für jedes Kind eine individuelle Therapie fest.

Als Therapiemöglichkeiten bieten wir an 

  • Medikamente (Beta-Blocker, Cortison)
  • Vereisung (Kryo-Therapie)
  • LASER
  • Chirurgisches Entfernen (Exzision)

Blutschwämme

Blutschwämme (Hämangiome) sind die am häufigsten auftretenden gutartigen Gefäßtumore bei Kindern. Sie zeigen sich in der Regel nach der Geburt und können während der ersten sechs bis neun Lebensmonate an Größe zunehmen. Im Allgemeinen verursachen Blutschwämme keine Beschwerden. Eine Therapie ist in den meisten Fällen nicht erforderlich, da sie sich spontan zurückbilden. Behandlungsbedürftig sind allerdings Blutschwämme im Gesicht und hier insbesondere am Auge sowie an der Hand, am Genitale und After. 

Muttermale

Bei Muttermalen handelt es sich tumorähnliche Fehlbildungen der Haut. Sehr häufig kommen Muttermale aus pigmentbildenden Zellen (Naevi pigmentosi) vor, die auch stark behaart sein können (Tierfellnaevi). Eine bösartige Veränderung dieser Hautstellen kommt im Kindesalter nur sehr selten vor. Eine Operation ist dennoch nicht immer nur unter rein kosmetischen Gesichtspunkten anzuraten.

Feuermale

Eine weitere Gruppe von Malen sind die Naevi der Gefäße. Der bekannteste Vertreter ist das Feuermal (Naevus flammeus), auch Storchenbiss genannt. In der Regel heilen diese Hautveränderungen von selbst wieder ab. Sie sollten Male allerdings immer von einem Arzt untersuchen lassen. Bei ausgedehnten Befunden kann es sich auch um eine tiefergreifende Fehlbildung des Gefässystems handeln.

Warzen, Grützbeutel, Dermoidzysten

Aus der Haut und deren Anhangsgebilden können unterschiedliche Geschwülste entstehen.

Warzen kommen häufig bei Kindern und Jugendlichen vor. Die Übertragung geschieht durch die sogenannten humanen Papillomviren. Meist heilen die betroffenen Stellen spontan ab. Deshalb sind wir hinsichtlich einer chirurgischen Therapie sehr zurückhaltend. 

Grützbeutel (Atherome) sind kugelige Schwellungen meist im Bereich des behaarten Kopfes. Grützbeutel sollten in der Regel vollständig chirurgisch entfernt werden, bevor sie sich entzünden.

Bei Dermoidzysten handelt es sich um pralle linsen- bis haselnussgroße, langsam wachsende Geschwülste. Sie finden sich nicht selten bereits beim Säugling oder Kleinkind und treten meist im Bereich des Kopfes auf. Die Behandlung besteht in der vollständigen Entfernung, um einer Entzündung zuvor zu kommen und die Geschwulst nach ihrer Entfernung feingewerblich untersuchen zu können.

Schonende LASERbehandlung

LASER wird in der Kinderchirurgie unter anderem bei der Behandlung von Blutschwämmen und gutartigen Hauttumoren, insbesondere bei Dorn- und Feigwarzen eingesetzt.

In unserer Klinik für Kinderchirurgie und Kinderorthopädie arbeiten wir mit einem Neodym-YAG-LASER. Mit ihm können Blutschwämme unter Schonung der obersten Hautschicht und damit narbenfrei behandelt werden.

Speziell ausgebildete Kinderanästhesisten

Falls erforderlich führen wir die Eingriffe in Vollnarkose durch. Dabei stehen uns im Haus speziell ausgebildete Kinderanästhesisten zur Verfügung. Ab dem 7. Lebensmonat können diese Operationen auch ambulant erfolgen.