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Leistenbruch und Nabelbruch

Leistenbruch

Der Leistenbruch (Leistenhernie) gehört zu den häufigsten chirurgisch zu behandelnden Erkrankungen im Kindesalter. Dabei ist zu unterscheiden zwischen einem Wasserbruch, der sich innerhalb des ersten Lebensjahres in der Regel selbst zurückbildet, und einem Leistenbruch, der zur Vermeidung von Komplikationen zügig operiert werden sollte. Ob es sich um einen Wasserbruch oder einen Leistenbruch handelt, kann nur ein Arzt erkennen.

Wie erkenne ich einen Leistenbruch bei meinem Kind?

Meist fällt beim Wickeln oder Baden des Kindes eine schmerzlose und weiche Schwellung im Bereich der Leiste, des Hodensackes oder der Schamlippen auf, die meist von selbst oder durch leichten Druck schmerzfrei verschwindet. Ist dies bei Ihrem Kind der Fall, vereinbaren Sie bitte einen Termin in unserer allgemeinen kinderchirurgischen Sprechstunde.

Bei Einklemmung von Darmanteilen oder anderen Bauchorganen ist die Schwellung härter, schmerzhaft und lässt sich nicht mehr zurückdrücken. Zunehmende Unruhe, plötzliches Schreien, Erbrechen und Nahrungsverweigerung der Kinder können Hinweise dafür sein. Ist dies bei Ihrem Kind der Fall, dann kommen Sie bitte unverzüglich in unser KUNO Kinder-Notfallzentrum.

Wie wird ein Leistenbruch behandelt?

Ein Leistenbruch kann bei Kindern ab dem 7. Lebensmonat in der Regel ambulant operiert werden.

Nabelbruch

Bei einem Nabelbruch (Nabelhernie) handelt es sich um eine Lücke der Bauchwand im Bereich der ehemaligen Nabelschnur mit der Folge einer teils erheblichen Ausstülpung des Nabeltrichters. Im Kindesalter sind Nabelbrüche sehr häufig. Im Laufe der ersten Lebensjahre verschließt sich diese Öffnung meist von selbst.

Wie wird ein Nabelbruch behandelt?

Nabelbrüche verschließen sich auch nach dem ersten Lebensjahr in der Regel von selbst. Da Nabelbrüche in den meisten Fällen komplikationslos verlaufen, kann der selbständige Verschluss meist abgewartet werden.

Bitte vermeiden sie Maßnahmen wie das Anbringen von Pflasterstreifen oder Bruchbändern, da dies zu Komplikationen führen kann. Achten Sie auf die Hautbeschaffenheit der Vorwölbung und auf Schmerzen. Vereinbaren Sie bitte im Zweifel einen Sprechstundentermin.

Wann sollte operiert werden?

Sofort operiert werden schmerzhafte Nabelbrüche, die sich nicht mehr zurückmassieren lassen und zu krampfartigen Schmerzen, zum Teil auch in Verbindung mit Übelkeit und Erbrechen, geführt haben. In diesem Fall kommen Sie bitte unverzüglich in unser KUNO Kinder-Notfallzentrum.

Auch bei über das 4. Lebensjahr hinaus bestehenden oder an Größe zunehmenden Nabelbrüchen sollte eine Operation in Erwägung gezogen werden. Dafür können Sie gerne einen Termin in unserer allgemeinen kinderchirurgischen Sprechstunde vereinbaren.

Wie läuft die Operation ab?

Die Operation kann ambulant in Vollnarkose durchgeführt werden. Die Narbe kommt dabei im Nabeltrichter zu liegen und ist nach wenigen Monaten nicht mehr sichtbar.

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