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Genitale

Vorhautverengung

Die relative Vorhautverengung (Phimose) bzw. Verklebungen von Vorhaut und Eichel (Präputialverklebung) sind bei Jungen bis zu einem Alter von drei bis fünf Jahren natürlich (physiologische Phimose).

Wann muss eine Vorhautverengung behandelt werden?

Wiederkehrende Infekte, Vorhauteinrisse und Hauterkrankungen können eine echte Vorhautverengung (pathologische Phimose) verursachen. Neben Problemen beim Wasserlassen können auch Blasenentzündungen entstehen. Hier sollte eine Operation in Betracht gezogen werden.

Andernfalls kann bis zum Vorschulalter zugewartet werden. Sollte nach dem 4. Lebensjahr ein vorsichtiges Zurückstreifen nicht möglich sein, kann unter kinderärztlicher Betreuung zunächst eine Behandlung mit einer steroidhaltigen Salbe versucht werden. Hilft diese nicht oder kommt es im späteren Alter zu erneuten Problemen, z.B. schmerzhafte Erektionen, ist eine Beschneidung (Zirkumzision) zu diskutieren.

Die Operation mit vollständiger oder teilweiser Beschneidung der Vorhaut wird ab dem 7. Lebensmonat in der Regel ambulant durchgeführt.

Hodenhochstand

Im Rahmen der Kindervorsorgeuntersuchungen ("U-Untersuchungen") wird unter anderem auch regelmäßig die Hodenlage untersucht. Da eine dauerhafte Hodenfehllage zu Entwicklungsstörungen führen kann, wird empfohlen, die entsprechenden Untersuchungen und die Therapieplanung noch vor Ende des ersten Lebensjahres abzuschließen.

Wie wird Hodenhochstand behandelt?

Die Behandlung besteht zunächst aus einer Hormonbehandlung, üblicherweise mit einem Nasenspray, womit eine „Nachreifung“ des Hodengewebes bewirkt werden soll. Auch die Hodenlage kann hierdurch verbessert werden. In der Regel ist aber zusätzlich eine Operation erforderlich. Bei dieser wird der Samenstrang zunächst von Verklebungen befreit und dann der Hoden tief im Hodensack fixiert. 

Weshalb ist eine rechtzeitige Behandlung so wichtig?

Hormontherapie und Operation ergänzen sich und sollten bis zum ersten Geburtstag abgeschlossen sein. Trotz guter Ergebnisse kommen aber viele Jungen immer noch zu spät zur Behandlung. Eine mögliche Spätfolge des Hodenhochstands ist Unfruchtbarkeit. Auch kann eine mögliche Entartung des Hodengewebes verborgen bleiben.

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