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Erkrankungen der Mutter

Bluthochdruck

Neben schwangeren Frauen, die bereits vor der Schwangerschaft einen behandlungsbedürftigen Bluthochdruck haben, kann auch erst in der Schwangerschaft selbst der Blutdruck in die Höhe klettern. Hierbei können dann Probleme für die Schwangere und ihr Baby auftreten, beispielsweise, dass das Baby nicht mehr richtig weiter wächst.

In diesem Fall verbessert eine stationäre Blutdruckeinstellung oftmals das Befinden von Mutter und Kind, so dass die Schwangerschaft weitergeführt werden kann. Bitte bedenken Sie, dass es etwas Zeit kostet, bis Blutdruckmedikamente wirken und die Behandlung Erfolg zeigt. Da wird Ihre Geduld unter Umständen auf die Probe gestellt werden.

Blutgerinnungsstörungen, OPs, chronische Krankheiten der Mutter

Egal, ob Sie eine Blutgerinnungsstörung haben, eine schwere Operation hinter sich bringen mussten, psychisch erkrankt sind oder vielleicht ein Problem mit einer Suchterkrankung haben: Stellen Sie sich bitte frühzeitig in unserer Klinik vor, damit wir Zeit haben, mit Ihnen Ihre speziellen Risiken und Probleme zu erfassen, Untersuchungen durchzuführen und Befunde zu besorgen. Umso beruhigter können Sie der Geburt Ihres Babys entgegensehen!

Vorstellung in der Klinik und Kontakt

Bitte stellen Sie sich mit circa 30 vollendeten Schwangerschaftswochen in unserer Klinik vor.

Diabetes und Schwangerschaftsdiabetes

Grundsätzlich unterscheidet man den Typ I Diabetes mellitus, bei dem ein absoluter Insulinmangel vorliegt, von einem Typ II Diabetes mellitus, dem eine Insulinresistenz, also eine Unempfindlichkeit zugrunde liegt. Daneben existiert ein erstmals während der Schwangerschaft aufgetretener oder diagnostizierter Gestationsdiabetes, der in letzter Zeit immer häufiger zu beobachten ist.

Mögliche Komplikationen

Über den Mutterkuchen teilen Sie sich mit Ihrem Kind Ihre Nährstoffe. So wird Ihr erhöhter Blutzucker auch im kindlichen Kreislauf normalisiert. Dies schafft Ihr Baby nur durch eine vermehrte Insulinproduktion. Diese erhöhten Insulinspiegel sind die Ursache für eine Reihe möglicher Schwangerschafts- und Geburtskomplikationen, wie z.B. kindliches Übergewicht (fetale Makrosomie), erhöhtes Fehlbildungsrisiko, Unterzuckerung des Neugeborenen nach der Geburt, Komplikationen unter der Geburt aufgrund der Größe des Kindes. Auch die Schwangere selbst trägt ein höheres Risiko, z.B. für Infektionserkrankungen, Geburtsverletzungen oder Bluthochdruck in der Schwangerschaft.

Frühe Diagnose und interdisziplinäre Betreuung

Die Durchführung eines Zuckerbelastungstestes (sog. OGTT) erlaubt eine frühzeitige Diagnose und damit eine rechtzeitige Therapie in Form einer interdisziplinären Betreuung durch Geburtshelfer, Diabetologen und Hebammen.

Sollten Sie an einer der oben genannten Zuckererkrankungen leiden, so wird Ihr Frauenarzt eine engmaschige Überwachung Ihrer Schwangerschaft, insbesondere mit regelmäßigen Wachstumskontrollen Ihres Babys vornehmen. Sollten Sie Ihren Blutzucker mit Insulin regulieren, so erfolgt bei bis dahin unauffälliger Schwangerschaft meist zum festgesetzten Entbindungstermin die Geburtseinleitung.

Vorstellung in der Klinik und Kontakt

Auf jeden Fall empfehlen wir Ihnen eine Vorstellung zur Geburtsplanung in unserer Poliklinik mit 35 Schwangerschaftswochen, falls Ihr Frauenarzt Sie nicht schon früher überweist.

Schwangerenambulanz

Anmeldung über das Sekretariat der Poliklinik
Bianca Obermaier-Wilhelm und Angelika Holl
Tel. 0941 369-5204