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Vorfall des Enddarms

Im Gegensatz zum Hämorrhoidalleiden, ist der Enddarmvorfall (Rektumprolaps) ein Vorfall des gesamten Enddarms, der beim Pressen oder spontan vorliegen kann.

Innerer Rektumprolaps

Äußerer Rektumprolaps

Typische Symptome des Enddarmvorfalls

Die unterschiedlichen Ausprägungen eines Enddarmvorfalls sind häufig Folgezustände chronischer Verstopfung (Obstipation), die in drei Viertel der Fälle bei Frauen auftreten. Typische Symptome beim inneren Enddarmvorfall sind unvollständige Stuhlentleerung, heftiges Pressen, wiederholte Versuche, Druckgefühl und Schmerzen. Nicht wenige Patientinnen können nur mit manuellem Druck auf die Scheide eine Stuhlentleerung erreichen. Besteht die Verstopfung lange Zeit, kommen sekundäre Veränderungen des Beckenbodens, z.B. Beckenbodensenkung, Ausbuchtung zur Scheide (Rektozele) oder Hämorrhoidenvorfall, hinzu. Prinzipiell kann der Enddarmvorfall kombiniert mit jeder anderen Störung des Beckenbodens auftreten.

Behandlung des inneren Enddarmvorfalls

Die chirurgische Behandlung des inneren Enddarmvorfalls ist abhängig von den Symptomen und dem Ausmaß des Enddarmvorfalls: Liegt ein Enddarmvorfall vor, der nur beim Pressen oder Anstrengung auftritt, können wir diesen minimal-invasiv, d.h. ohne äußere Wunde und damit ohne sichtbare Schnitte, mit einer Klammernahtmethode (STARR-Operation - stapled transanal rectal resection) operieren.

STARR-Operation

Behandlung des äußeren Enddarmvorfalls

Liegt ein äußerer Enddarmvorfall vor, legen wir für jeden Patienten individuell das Operationsverfahren fest. Dabei stehen uns minimal-invasive Verfahren „durch den After“ (z.B. Operation nach Altemeier, Operation nach Delorme) mit minimal-invasiven Operationen durch den Bauchraum zur Verfügung. Die Wahl des Operationsverfahrens hängt von verschiedenen Faktoren ab, z.B. Alter, Begleiterkrankungen, Status hinsichtlich Kontinenz.