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Steißbeinfisteln/ Sinus pilonidalis

Der „Sinus pilonidalis“ (Steißbeinfistel) ist eine Erkrankung der Haarfollikel und der Haut im Bereich des Gesäßes (Rima ani). Meist führen eingewachsene Haare in diesem Bereich zu einer chronischen Entzündung zwischen den Gesäßhälften, die mit Schmerzen, eitriger Sekretion oder Blutung einhergehen kann. Im akuten Stadium liegt häufig ein Abszess mit Schmerzen, Schwellung und Fieber vor, im chronischen Verlauf steht die Flüssigkeitssekretion im Vordergrund. Die Diagnose wird klinisch gestellt, eine Zusatzdiagnostik ist nicht notwendig.

Im akuten Stadium steht bei Vorliegen eines Abszesses die operative Entlastung des Abszesses im Vordergrund, bei chronischen Verläufen stellt die sparsame Entfernung des Sinus pilonidalis mit primärem Verschluss bzw. plastischer Rekonstruktion der Haut die Behandlung der Wahl dar. Hierbei konkurrieren verschiedene Operationstechniken (z.B. Operation nach Bascom, Operation nach Karydakis, Limberg-Flap). Die Entscheidung, welches Operationsverfahren zur Anwendung kommt, treffen wir individuell je nach Ausmaß der Entzündung und dem Ausmaß der Fistelgänge.