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Erkrankungen hormonbildender Organe

Unter dem Begriff der endokrinen Chirurgie versteht man die operative Behandlung hormonbildender Organe. Hauptvertreter dieser hormonbildenden Organe sind die Schilddrüse, die Nebenschilddrüsen und die Nebennieren. Die Heilungschancen bei  Erkrankungen der hormonbildenden Organe sind gut, oftmals müssen die Patienten aber lebenslang Medikamente nehmen.

Erkrankungen der Schilddrüse

Nicht selten kommt es in unserer Gegend zu einer Vergrößerung der Schilddrüse mit Knotenbildung. Dann ist in der Regel eine Operation angezeigt.

Über einen möglichst kleinen Schnitt entfernen wir hierfür alle krankhaften Bezirke und sichern so gleichzeitig ein gutes kosmetisches Ergebnis. Zu Ihrer Sicherheit überwachen wir grundsätzlich bei jeder Operation die Funktion der Stimmbandnerven mit Hilfe des sogenannten Neuromonitorings. Außerdem wird das entfernte Gewebe noch während Operation vom Pathologen feingeweblich untersucht. Im seltenen Fall einer Bösartigkeit können wir dann in der gleichen Operation die krebschirurgisch notwendigen Schritte einleiten.

Im Falle eines Schilddrüsenkrebses wird die gesamte Schilddrüse entfernt und die Halslymphknoten in der Regel systematisch ausgeräumt (Thyreoidektomie mit Lymphknotendissektion). Danach übergeben wir unsere Patienten an unsere Kollegen der Klinik für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin, die eine Radiojodtherapie anschließen.

Erkrankungen der Nebenschilddrüse

Die Nebenschilddrüse steuert mit dem Nebenschilddrüsenhormon (Parathormon) den Kalziumstoffwechsel im menschlichen Organismus.

Gutartige Vergrößerung einer Nebenschilddrüse

Bei Nachweis einer Hormonüberproduktion durch eine meist gutartige Vergrößerung einer Nebenschilddrüse  (Hyperparathyreoidismus bei Adenom) muss diese entfernt werden. Im Rahmen der Operation wird auch das Parathormon bestimmt. Unser Haus führt diese Eingriffe häufig durch, weshalb wir auf umfassende chirurgische Erfahrung auf diesem Gebiet zurückgreifen können.

Sekundärer Hyperparathyreoidismus

Nach langjähriger Dialyse bei Niereninsuffizienz kann es zu einer Vergrößerung aller vier Nebenschilddrüsen mit Ausbildung eines sogenannten sekundären Hyperparathyreoidismus kommen. Um die negativen Folgen dieser Erkrankungen (unter anderem Abnahme der Knochendichte) einzudämmen, werden dreieinhalb Nebenschilddrüsen entfernt. Die verbleibende Nebenschilddrüse wird meist im Unterarm eingesetzt und nimmt dort ihre Funktion wieder auf.

Sekundärer Hyperparathyreoidismus

Nach langjähriger Dialyse bei Niereninsuffizienz kann es zu einer Vergrößerung aller vier Nebenschilddrüsen mit Ausbildung eines sogenannten sekundären Hyperparathyreoidismus kommen. Um die negativen Folgen dieser Erkrankungen (unter anderem Abnahme der Knochendichte) einzudämmen, werden dreieinhalb Nebenschilddrüsen entfernt. Die verbleibende Nebenschilddrüse wird meist im Unterarm eingesetzt und nimmt dort ihre Funktion wieder auf.

Erkrankungen der Nebennieren

An der Nebenniere gibt es gutartige und bösartige Tumore, auch produzieren manche Tumore unkontrolliert Nebennierenhormone. Als Therapie greifen wir hier auf eine chirurgische Entfernung zurück, die wir in der Regel als Bauchspiegelung minimal-invasiv durchführen können. Für die Diagnosestellung und Hormoneinstellung vor, während und nach der Operation arbeiten wir eng mit unseren internistischen Kollegen der Endokrinologie zusammen.