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Erkrankungen der Leber und Gallenblase

Gallensteine

Die Gallenblase ist ein Hohlorgan, das der Speicherung und Eindickung der von der Leber produzierten Galle dient. Die häufigsten Erkrankungen der Gallenblase sind Steinleiden (Gallensteine). Als Therapie der Wahl greift man hier auf die Entfernung der Gallenblase zurück. Da die Leber auch nach der Gallenblasenentfernung weiter Gallenflüssigkeit produziert, bereitet das Fehlen der Gallenblase in aller Regel keine Probleme. Beim überwiegenden Teil unsere Patienten können wir bei diesem Eingriff laparoskopisch, d.h. mit der minimal-invasiven „Schlüsselloch-Methode“ operieren.

Erkrankungen der Gallenwege werden in der Regel mit Hilfe endoskopischer Methoden durch den Gastroenterologen behandelt.

Tumorerkrankungen von Leber und Galle

Aus chirurgischer Sicht wird die Leber meist infolge einer Tumorerkrankung behandelt. Dabei müssen gutartige Tumore nur selten operiert werden. Ein Eingriff ist angezeigt, wenn die Tumore Beschwerden bereiten oder sich Komplikationen andeuten. Liegt hingegen ein Adenom vor, so wird mit Hilfe der operativen Entfernung einer Entartung vorgebeugt.  Bösartige Lebertumore  können entweder als Tochtergeschwülste, meist von einem Dickdarmkrebs stammend, oder als eigene Lebertumoren, wie z.B. das sogenannte HCC, auftreten. Eine operative Entfernung ist hier immer angezeigt. Dabei können wir bei einer bis zum Zeitpunkt der Erkrankung gesunden Leber bis zu 70-80% des Organs ohne Folgen für den Patienten entfernen, da sich die Leber binnen sechs Wochen nach der Operation regeneriert.

Eine besondere Herausforderung stellen die Gallenwegstumoren dar. Wenn diese in der Leberpforte lokalisiert sind (sogenannte. Klatskintumoren), muss nicht nur der Gallengang sondern auch ein Großteil der Leber und ein Teil der Pfortader entfernt werden. Bei distalen Gallengangskarzinomen führen wir die sogenannte Whipplesche Operation durch.

Expertise, Ausstattung und fachübergreifende Zusammenarbeit

Für die Leberchirurgie wird eine spezielle Ausstattung benötigt, zum Beispiel für die intraoperative Ultraschalluntersuchung der Leber oder für die Versiegelung der Resektionsfläche. Außerdem sollten Patienten darauf achten, dass der Operateur über ausreichend Erfahrung auf dem Gebiet der Leberchirurgie verfügt, vor allem, was die Einschätzung der Operabilität und das Management möglicher intraoperativen Komplikationen angeht.

Auch spielt bei der Behandlung von Lebertumoren die Zusammenarbeit von Chirurgen, Gastroenterologen und Radiologen eine wichtige Rolle, insbesondere für die Festlegung der Strategie bei der Operation und für die Einschätzung der Restleber.

In unserer Klinik stehen Patienten alle Methoden der Leberchirurgie zur Verfügung, inklusive der notwendigen technischen Ausstattung und der persönlichen Expertise unseres Chefarztes, der auf eine langjährige Erfahrung mit komplizierten Leberoperationen zurückblickt. Alle Patienten werden in Kooperation mit der Gastroenterologie, Onkologie und Radiologie behandelt. Daher können wir auch Behandlungen wie die TACE, SIRT oder RFTA  anbieten.