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Lungenkrebs - Bronchialkarzinom

Wie häufig ist Lungenkrebs?

Der Lungenkrebs ist der häufigste zum Tode führende Tumor des Mannes. Weltweit muss mit einer Million Todesfällen gerechnet werden. Jedes Jahr sterben allein in Deutschland circa 40.000 Menschen an Lungenkrebs. In unserem Land betrifft der Lungenkrebs etwa dreimal häufiger Männer als Frauen. Allerdings verschiebt sich das Geschlechterverhältnis kontinuierlich zu Ungunsten der Frauen. Am häufigsten ist die Altersgruppe der 60- bis 70-Jährigen betroffen.

Was sind die Ursachen für Lungenkrebs?

Untersuchungen haben eindeutig bewiesen, dass als wichtigste Ursache für den Lungenkrebs der Zigarettenkonsum anzunehmen ist. Im Zigarettenrauch sind zahlreiche krebserzeugende Stoffe enthalten. Jugendliche reagieren empfindlicher auf die krebserregenden Bestandteile als Erwachsene.

Andere Ursachen spielen eine deutlich geringere Rolle. Hierzu zählen genetische Veranlagung und Umwelteinflüsse.

Zu den Schadstoffen, die im beruflichen Umfeld auftreten und das Lungenkrebsrisiko erhöhen können, zählen radioaktive Stoffe, Asbest, Chrom, Nickel und polyzyklische Kohlenwasserstoffe.

Was sind die Krankheitszeichen von Lungenkrebs?

Die Symptome bei Lungenkrebs sind zu Beginn der Erkrankung häufig uncharakteristisch. Suchen Sie daher bitte bei folgenden Krankheitszeichen immer Ihren Arzt auf:

  • lang anhaltender Husten
  • Bluthusten
  • Schwer behandelbare Bronchitis
  • Atemnot
  • Schmerzen im Brustkorb
  • starker Gewichtsverlust
  • allgemeiner Kräfteverfall

Auf Grund des langen symptomlosen Verlaufs der Erkrankung befinden sich viele Patienten zum Zeitpunkt der Diagnostik schon in einem fortgeschrittenen Tumorstadium.

Wann kann ein Lungentumor operiert werden?

Die möglichst vollständige operative Entfernung des Tumors bietet die höchste Heilungschance und gilt daher in den Frühstadien von Lungenkrebs als Therapie der ersten Wahl. In diesen Stadien ist die Operation allen anderen Therapieverfahren überlegen.

Bei der Operation sollte die Entfernung des Tumors so radikal wie nötig und so lungenfunktionsschonend wie möglich erfolgen. Trotz genauer Diagnostik vor dem Eingriff können wir Chirurgen die Tumorausdehnung oft erst während der Operation erfassen. Dementsprechend können wir auch erst oft in diesem Augenblick das Operationsverfahren und das Ausmaß des Eingriffs festlegen.

Die am häufigsten ausgeführte Operation ist die Entfernung eines Lungenlappens. Bei einigen Tumoren kann es jedoch auch notwendig sein, einen Lungenflügel zu entfernen. Zu jeder Entfernung des Tumors gehört auch die Ausräumung aller Lymphknotenstationen auf der betroffenen Lungenseite.

Welche Untersuchungen sind vor einer Operation notwendig?

Vor jeder Operation muss die technische und funktionelle Operabilität des Patienten bestimmt werden. Die technische Operabilität wird durch das Ausmaß des Tumors, also Größe, Infiltration und Metastasierung, bestimmt. Dazu sind bildgebende Untersuchungen wie Röntgen und/oder Computertomographie sowie eine Spiegelung der Atemwege (Bronchoskopie) notwendig. Bei der Bronchoskopie erfolgt gleichzeitig die histologische Gewebespezifizierung des Tumors. Die funktionelle Operabilität, also die Herz-, Lungen und Kreislauffunktion, kann über EKG und Echokardiographie, aber vor allem über spezifische Lungenkfunktionsuntersuchungen bestimmt werden.

Welche Vorbehandlungen erwarten mich gegebenenfalls vor einer Operation?

Da sich zum Zeitpunkt der Diagnostik viele Patienten bereits in einem fortgeschrittenen Tumorstadium befinden, können nur circa 20-25% der Patienten direkt einer Operation zugeführt werden. Einige Tumoren müssen vor der Entfernung mit Strahlentherapie und/oder Chemotherapie vorbehandelt werden. Dies betrifft hauptsächlich Tumoren, die in die Brustwand eingebrochen sind, oder die schon tumorbefallene Lymphknoten im Mittelfellraum haben. Die Erfassung solcher Lymphknotenmetastasen ist vor einer Operation sehr wichtig, da durch sie erheblich die Überlebensprognose bestimmt wird. Erfasst werden können solche Lymphknotenmetastasen entweder bei der Bronchoskopie (ultraschallgestützte Punktion) oder durch eine operative Gewebeentnahme an den Lymphknoten über eine Mediastinoskopie.

Sind Behandlungen nach der Operation des Tumors notwendig?

Der Behandlungsplan nach der Operation hängt davon ab, welches Tumorstadium der Lungenkrebs hat, bestimmt durch Tumor, Lymphknotenmetastasierung, Fernmetastasierung und ob der Tumor tatsächlich komplett entfernt werden konnte. Als Anschlusstherapie kommen Strahlen- und oder Chemotherapie in Frage.