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Erkrankungen der männlichen Genitale

Hodenkrebs

Der Hodenkrebs stellt bei Männern mit ein bis zwei Prozent eine selten auftretende Tumorerkrankung dar. Häufig betroffen sind junge Männer zwischen 20 und 40 Jahren. Mit über 90 Prozent stehen die Heilungschancen sehr gut. Die Abläufe zu Diagnostik und Therapie sind hoch standardisiert, sie erfolgen nach den aktuellen Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Urologie (EAU). Die örtliche Nähe der in Therapie und Diagnostik beteiligten Disziplinen im Krankenhaus Barmherzige Brüder ermöglicht eine optimale Versorgung der Patienten auch bei weit fortgeschrittenem Leiden.

Diagnostik

  • Tastuntersuchung des Hodens und des Bauches
  • Ultraschalluntersuchung zur Beurteilung der Tumorausdehnung
  • Blutuntersuchung auf sogenannte Tumormarker zur Kontrolle des Therapieerfolges
  • Bildgebende Untersuchung von Brustkorb und Bauchraum mittels Computertomographie nach der Entfernung des Tumors, um weitere Absiedlungen auszuschließen.

Therapie

  • operative Entfernung des Hodens über einen Leistenschnitt; in seltenen Fällen kann der Resthoden erhalten werden
  • Chemotherapie bei fortgeschrittenen Fällen oder bei hohem Risiko auf eine nicht erkennbare Absiedlung (okkulte Metastasierung), in speziellen Fällen erfolgt eine Strahlentherapie
  • Chirurgische Entfernung der Lymphknoten (retroperitoneale Lymphadenektomie) bei andauerndem Tumornachweis und hoher Wahrscheinlichkeit für vitales Resttumorgewebe. Abhängig vom Befund erfolgt diese begrenzt auf ein Gebiet oder radikal zur Entfernung aller Lymphknotenstationen. Essentiell ist eine engmaschige Kontrolle durch den behandelnden Urologen.

Peniskrebs

Peniskrebs ist ein eher selten auftretender Tumor. Weniger als ein Prozent der Männer sind davon betroffen, die meisten davon sind über 60 Jahre. Ursächlich ist in über 95 Prozent der Fälle eine mangelnde Hygiene, bedingt durch eine nicht behandelte Vorhautverengung (Phimose). Die Erkrankung äußert sich durch lokale Veränderungen, vor allem im Bereich der Eichel und der Vorhaut. Teilweise sind die Veränderungen flach, teils erhaben und leicht blutend. Eine Metastasierung kann in die Leistenlymphknoten, aber auch in das Becken erfolgen.

Diagnostik

  • Klärung der Krankheitsgeschichte und der aktuellen Symptome
  • körperliche Untersuchung
  • Entnahme von Gewebe
  • Bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT)

Therapie

  • Entfernung des Tumors unter Erhalt des Penis
  • Entfernung des Penis und Neuanlage der Harnröhre im Dammbereich bei Peniskrebs im fortgeschrittenen Stadium
  • Entfernung der Leistenlymphknoten zur Beurteilung der Krankheitsausdehnung in speziellen Fällen
  • gegebenenfalls Chemotherapie bei Peniskrebs im fortgeschrittenen Stadium

Gutartige Erkrankungen des äußeren Genitals

Gutartige Erkrankungen wie Wasserbruch (Hydrozele testis), Krampfadern der Hodenvenen (Varikozele testis), Vorhautverengungen (Phimose), sowie Fehlbildungen der Harnröhrenmündung (Hypospadie) oder Verkrümmungen des Penis (IPP) werden nach einem Aufklärungsgespräch entweder in örtlicher Betäubung oder in Narkose, ambulant oder während eines kurzen stationären Aufenthaltes durchgeführt.

Sprechstunden::Kontakt

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Telefon: 0941-369-2810 oder 369-92810
Telefax: 0941 369-2815
E-Mail: mvz-urologie(at)barmherzige-regensburg.de

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Silvia Lamml
Tel. 0941 369-2850 oder 369-92850
Fax 0941 369-2851
E-Mail urologie(at)barmherzige-regensburg.de

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