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Andrologie/Männerheilkunde

Unter Andrologie versteht man den Bereich der Medizin, der sich mit der Fortpflanzungsfunktion des Mannes und ihren möglichen Störungen befasst. Damit kann die Andrologie als das Gegenstück zur Gynäkologie bezeichnet werden.

Sexualstörungen des Mannes

Sexualstörungen des Mannes sind nicht selten. Erektionsstörungen, früher mit Impotenz gleichgesetzt, Störungen des Samenergusses (Ejakulation/Orgasmus), sowie Störungen der Lust (Libido) sind an dieser Stelle zu nennen. Da Sexualstörungen sowohl die Lebensqualität als auch die Partnerschaft beeinträchtigen können, sollte ein Arzt konsultiert werden, zumal sich hinter Sexualstörungen oftmals schwere, bislang unbekannte Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck, Gefäßverkalkungen, Prostatavergrößerung oder Prostataentzündung verbergen können. Hormonstörungen, wie Testosteronmangel, ein erhöhtes Prolaktin oder seltener Störungen der Schilddrüsenhormone, führen zum Auftreten von Sexualstörungen. Ferner gibt es Gefühlsstörungen im Penis (Taubheitsgefühl), schmerzhafte Erektionen bzw. gehäuft auftretende Dauererektion.

Erektionsstörungen (Impotenz)

Die erektile Dysfunktion kommt in jeder Altersgruppe vor, nimmt aber meist ab dem 40. Lebensjahr zu, sodass etwa 30 Prozent der 60- und etwa. 50 Prozent der 70-Jährigen betroffen sind. Ursachen können psychische und/oder funktionelle Gründe sein. Ferner gibt es in höherem Alter überwiegend organische Ursachen wie Durchblutungs- bzw. Abflussstörungen (Schwellkörperinsuffizienz). Bei einem Fünftel der Männer spielen auch Hormonstörung wie Testosteronmangel (Hypogonadismus) oder eine Überproduktion des Prolaktins (Hyperprolaktinämie) eine Rolle. Da bei über 40-Jährigen Potenzstörungen häufig der erste Hinweis auf eine Gefäßerkrankung mit drohendem Herzinfarkt oder Schlaganfall sind, sollte bei erektiler Dysfunktion immer eine genaue Diagnostik erfolgen. Die Therapie ist vielfältig und richtet sich nach der Diagnose. Zur Verfügung steht die medikamentöse Therapie mit Viagra, Levitra oder Cialis. Eine weitere Option ist die Schwellkörper-Autoinjektionstherapie bzw. die Alprostadiltherapie (Einführen des Wirkstoffs über die Harnröhre). Auch eine Vakuumtherapie oder Penisimplantate (Penisprothese) können Therapiealternativen bei Potenzstörungen aufzeigen. Sie bedürfen einer entsprechenden Indikationsstellung durch den erfahrenen operativ versierten Andrologen.

Unfruchtbarkeit (Infertilität)

Etwa jedes siebte Paar sucht heute ärztlichen Rat aufgrund eingeschränkter Fortpflanzungsfähigkeit. In mindestens der Hälfte der Fälle liegt die Ursache der Störung beim Mann. Daher ist es sinnvoll eine Ursachenabklärung, die für den Mann wenig belastend ist, durchzuführen. Unfruchtbarkeit beim Mann kann verschiedene Ursachen haben. Beispielsweise eine Infektionen, eine Störung der Spermienproduktion, eine Samenwegsobstruktion (hier ist der Transport der Spermien aus dem Hoden behindert), Krampfaderbildung im Samenstrang (Varikozelen), Störungen der Erektion und Ejakulation, aber auch Alkoholgenuss oder Nikotinkonsum. Nicht selten kann auch Testosteronmangel Grund für eine Unfruchtbarkeit sein. Meist sind die Ursachen nicht eindeutig zu eruieren oder es liegen mehrere Ursachen vor.

Diagnose

  •  Abklärung der Krankheitsgeschickte
  • körperliche Untersuchung
  • spezielle Urin- und Spermauntersuchungen
  • bildgebende Verfahren wie Ultraschall der Hoden und der Prostata
  • Hormonanalyse

Therapie

Abhängig von den Befunden werden zielgerichtete Therapien eingeleitet, wie beispielsweise

  • Behandlung eines Infektes
  • operative Korrektur einer Krampfaderbildung im Samenstrang(Varikozele) oder einer Penisverkrümmung
  • medikamentöse Therapie bei Hormonmangel

Hormonstörungen des Mannes und Sexualfunktionen

Die wichtigste Hormonstörung stellt der Testosteronmangel dar, von dem bis zu 20 Prozent aller Männer nach dem 40. Lebensjahr betroffen sind. Die früher postulierte kontinuierliche Abnahme der Testosteronproduktion der Hoden im Alter ist in groß angelegten Untersuchungen widerlegt worden. Vielmehr ist der Hormonmangel mit zunehmenden Erkrankungen im Alter (Diabetes mellitus, arterielle Hypertonie, Adipositas, Gefäßerkrankungen) verbunden.
Behandelt wird ein Testosteronmangel mit Testosterongel und alternativ Testosteronspritzen. Als seltene Hormonstörung ist die Prolaktinerhöhung (Hyperprolaktinämie) beim Mann zu nennen, sie wird entweder durch kleine gutartige Tumore (Prolaktinome) der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) ausgelöst oder tritt als eine Nebenwirkung bestimmter Medikamente auf. Auch eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose/Hypothyreose) kann negative Auswirkungen auf die Sexualfunktion haben.

Penisverkrümmung (Penisdeviation, Peniskurvatur)

Nicht wenige Männer sind von Penisverkrümmungen betroffen, die mitunter zu Problemen oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr führen können. Man unterscheidet angeborene (kongenitale) von erworbenen Penisverkrümmungen, letztere häufig als Folge einer Induratio penis plastica (IPP) oder eines Penisfraktur (Penisbruch). Während die Therapie angeborener Penisverkrümmungen bei entsprechenden Beschwerden fast immer in der operativen Korrektur besteht, kann die Therapie der erworbenen Penisverkrümmung, insbesondere wenn sie durch eine IPP bedingt ist, medikamentös begonnen werden. Bei anhaltender starker Verkrümmungen und Beschwerden sollte eine operative Therapie erfolgen.

Penisprothesen (Penisimplantate)

Bei einigen Betroffenen, die an einer Impotenz leiden, führt die PDE5-Inhibitor-Therapie (Viagra, Levitra, Cialis) oder Schwellkörperinjektionstherapie auf Dauer nicht mehr zum gewünschten Erfolg. Zur Wiederherstellung der Gliedsteifigkeit bleibt hier nur die Vakuumtherapie oder die Penisprothetik.

Bei der Prothetik wird zwischen biegsamen und hydraulischen Implantaten unterschieden, die jede für sich genommen Vor- und Nachteile bieten. Den überwiegenden Marktanteil (ca. 80 Prozent) übernehmen die hydraulischen Implantate. Hier werden zwei weiche aufblasbare Zylinder über einen Schnitt am Hodensack oder an der Peniswurzel in die Schwellkörper eingelegt. Das System kann über eine Pumpe im Hodensack gesteuert werden. Der operative Eingriff ist dem erfahrenen andrologischen Chirurgen vorbehalten.

Geschlechtskrankheiten

Die Diagnose und Therapie unten aufgeführter Geschlechtskrankheiten ist integraler Bestandteil des Fachgebietes Urologie/Andrologie:

  • Tripper Gonorrhoe
  • Syphilis Lues
  • Ulcus molle Venerum
  • Hepatitis
  • HIV-AIDS

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