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Strahlentherapie

Strahlentherapie ist die medizinische Anwendung von Strahlung zur Behandlung von gutartigen und bösartigen Erkrankungen. Beim Lungenkrebs ist unser Behandlungsziel – abhängig vom Stadium der Erkrankung – entweder die Heilung des Patienten (durch Operation oder Bestrahlung) oder die Linderung von tumorbedingten Beschwerden. Ist das Rückfallrisiko nach einer Operation hoch, so bewirkt die Nachbestrahlung eine Verbesserung der lokalen Kontrolle. Die Bestrahlung wird daher oft mit Behandlungsverfahren wie der Operation oder der Chemotherapie kombiniert. Es wird dabei ausgenutzt, dass Tumorgewebe in der Regel strahlenempfindlicher ist als das umgebende Normalgewebe.

Damit die Bestrahlung effektiv, gleichzeitig aber auch schonend und nebenwirkungsarm durchgeführt werden kann, ist es notwendig, dass die Bestrahlungsregion in einem individuellen Bestrahlungsplan genau festgelegt wird. Der Behandlungsplan sieht vor, dass in der Regel die gesamte Strahlendosis auf einzelne Sitzungen über mehrere Wochen hinweg aufgeteilt wird. Routinemäßig werden konventionell fraktionierte Strahlentherapien ebenso wie Hochpräzisions-Bestrahlungen (Radiochirurgie) oder hoch aufwändige Spezialbestrahlungen in IMRT-Technik durchgeführt.

Ob in Ihrem Fall eine Strahlentherapie sinnvoll oder erforderlich ist, wird in der fachübergreifenden Lungentumorkonferenz besprochen. Mitunter wird dort auch eine Kombination mit einer medikamentösen Tumorbehandlung empfohlen, weil sie die Wirksamkeit der Tumorbestrahlung steigert. Diese kann gleichzeitig durchgeführt werden, der Bestrahlung vorangehen oder ihr nachfolgen.