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Morbus Dupuytren

Der Morbus Dupuytren / Die Dupuytren’sche Kontraktur ist eine Erkrankung des Bindegewebes in den Handinnenflächen. Es kommt zur übermäßigen Ablagerung von Kollagen. Charakteristisch ist das Auftreten von Knoten und Strängen an der Innenfläche der Haut. Das führt dazu, dass einzelne oder mehrere Finger nach innen gekrümmt sind und sich nicht mehr strecken lassen. Der Verlauf der Krankheit ist variabel, besonders oft in Mitleidenschaft gezogen sind der Ringfinger und der kleine Finger.

Auf Sie individuell abgestimmte Therapie

Für eine erfolgreiche Behandlung des Morbus Dupuytren sind Erfahrung und individuell abgestimmte Therapiekonzepte erforderlich. Deshalb setzen wir je nach Schweregrad der Erkrankung auf verschiedene Behandlungsmöglichkeiten.

Bestrahlung

Insbesondere in frühen Anfangsstadien kann der Verlauf der Erkrankung durch gezielte Bestrahlung aufgehalten werden. Hierbei arbeiten wir eng mit unseren Kollegen aus der Klinik für Strahlentherapie zusammen. Die Bestrahlung erfolgt exakt an der betroffenen Stelle, nicht betroffene Bereiche werden abgeschirmt. Durch die Bestrahlung werden die Zellen, die für die Knotenbildung verantwortlich sind, in ihrer Teilungsfähigkeit stark eingeschränkt, wodurch die weitere Knotenbildung unterbunden oder reduziert wird.

Kollagenase-Spritze

Seit 2011 ist in Deutschland eine spezielle Kollagenase-Spritze zugelassen, die in mehreren internationalen Studien insbesondere bei mittelschweren Fällen sehr hohe Erfolgsraten gezeigt hat. Als erste Klinik in Ostbayern bieten wir diese Therapieform an.

Die Behandlung erfolgt ambulant. Mit der Injektion wird ein spezielles Enzym direkt an die betroffene Stelle gebracht. Nach 24 Stunden Einwirkzeit dehnt der Arzt den verhärteten Strang dann unter Lokalanästhesie auf. Die Vorteile liegen im Vergleich zu einer Operation in einer schnelleren Regenerationszeit durch die kleinere Wundfläche und im Wegfallen von Narkoserisiken.

Oft reicht eine Injektion. In manchen Fällen, wenn beispielsweise mehrere Finger betroffen sind, werden auch mehrere Injektionen in das Gewebe eingebracht.

Nadelfasziotomie

Die Nadelfasziotomie ist ein minimal-invasiver Eingriff, der ambulant mit in örtlicher Betäubung durchgeführt wird. Bei dieser Methode werden die Dupuytren-Stränge mit Nadelstichen so weit geschwächt, dass sie manuell gestreckt und zerrissen werden können. Der Vorteil der Methode im Vergleich zur Operation liegt in einer schnelleren Regenerationszeit, allerdings ist im Vergleich zur Operation und auch zur Kollagenase-Spritze die Rückfallquote erhöht.

Handchirurgische Operation

Bei sehr ausgeprägten Befunden raten wir zu einer handchirurgischen Operation. Hier versuchen wir, die Wucherungen operativ möglichst vollständig zu entfernen und so ein Wiederauftreten der Krankheit zukünftig zu verhindern. In der Regel können wir das Streckdefizit vollständig beseitigen, eine deutliche Verbesserung der Funktionalität wird in allen Fällen erreicht.

Weitere Informationen

Weitere Informationen rund um die Erkrankung Morbus Dupuytren finden Sie auf

www.dupuytren-online.de